Lipödem Diagnose: Wie wird ein Lipödem festgestellt?

„Ich glaube, dass ich ein Lipödem haben könnte – aber wie bekomme ich eigentlich Gewissheit?“

Vielleicht kennst du diesen Gedanken.

Du hast Schmerzen an den Beinen, bekommst schnell blaue Flecken oder hast das Gefühl, dass dein Körper an bestimmten Stellen ganz anders aussieht als der Rest. Vielleicht hast du schon versucht, abzunehmen oder mehr Sport zu machen – und trotzdem bleiben bestimmte Beschwerden bestehen.

Und dann kommt die große Frage:

Wie wird ein Lipödem eigentlich diagnostiziert?

Vielleicht hast du auch schon von einem „Lipödem-Test“, einem Ultraschall oder einer Blutuntersuchung gehört.

Die gute Nachricht zuerst: Du musst nicht selbst herausfinden, ob deine Beschwerden zu einem Lipödem passen.

Die Diagnose gehört in die Hände einer Ärztin oder eines Arztes, die oder der Erfahrung mit dem Krankheitsbild und seinen möglichen Differentialdiagnosen hat.

Und noch etwas ist wichtig:

Es gibt nicht den einen Bluttest oder die eine Untersuchung, die ein Lipödem eindeutig nachweist.

Nach der aktuellen deutschen S2k-Leitlinie wird ein Lipödem klinisch, also anhand der Krankengeschichte und der körperlichen Untersuchung, diagnostiziert. Bildgebende oder andere Untersuchungen können zusätzlich sinnvoll sein, vor allem um andere Erkrankungen auszuschließen. (AWMF Leitlinienregister)

In diesem Artikel schauen wir uns deshalb Schritt für Schritt an, wie eine Lipödem-Diagnose abläuft, welche Beschwerden dabei eine Rolle spielen, welche Untersuchungen möglich sind und warum die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen so wichtig ist.


Du möchtest zuerst die Grundlagen verstehen?

In meinem Lipödem Ratgeber findest du weitere verständliche Grundlagenartikel rund um Symptome, Stadien, Ernährung und den Alltag mit Lipödem.


Was bedeutet eine Lipödem-Diagnose?

Eine Diagnose bedeutet zunächst einmal, dass eine Ärztin oder ein Arzt deine Beschwerden und körperlichen Merkmale beurteilt und einordnet.

Beim Lipödem gibt es dabei keinen einzelnen Wert, der die Diagnose automatisch bestätigt.

Die aktuelle S2k-Leitlinie empfiehlt ausdrücklich, die Diagnose klinisch zu stellen. Das bedeutet: Entscheidend sind vor allem die Krankengeschichte, deine Beschwerden und die körperliche Untersuchung. (AWMF Leitlinienregister)

Das ist wichtig zu wissen, weil rund um das Lipödem immer wieder von speziellen Tests oder Untersuchungen gesprochen wird.

Manchmal sind zusätzliche Untersuchungen durchaus sinnvoll.

Sie dienen dann jedoch häufig dazu, andere mögliche Ursachen auszuschließen oder voneinander abzugrenzen – und nicht dazu, ein Lipödem mit einem einzigen Test zu beweisen. (AWMF Leitlinienregister)


Wie wird ein Lipödem diagnostiziert?

Vereinfacht gesagt besteht die Diagnostik aus mehreren Bausteinen:

1. Anamnese – das Gespräch über deine Beschwerden und deine Krankengeschichte

2. Körperliche Untersuchung

3. Beurteilung der Fettverteilung und der typischen körperlichen Merkmale

4. Abgrenzung zu anderen Erkrankungen

Je nach Beschwerden und individueller Situation können zusätzlich Untersuchungen notwendig sein.

Das Ziel ist nicht, möglichst viele Tests durchzuführen.

Das Ziel ist, möglichst zuverlässig herauszufinden, was hinter deinen Beschwerden steckt.


1. Das Arztgespräch: Deine Beschwerden sind wichtig

Der erste Schritt ist häufig ein ausführliches Gespräch.

Dabei geht es nicht nur darum, wie deine Beine oder Arme aussehen.

Es geht auch darum, wie sich dein Körper anfühlt und welche Beschwerden du hast.

Zum Beispiel kann es hilfreich sein zu erzählen:

  • Seit wann bestehen deine Beschwerden?
  • Wo genau treten Schmerzen auf?
  • Sind deine Beine oder Arme druckempfindlich?
  • Fühlen sie sich schwer oder gespannt an?
  • Bekommst du schnell blaue Flecken?
  • Sind beide Körperseiten ähnlich betroffen?
  • Haben sich die Beschwerden im Laufe der Zeit verändert?
  • Gibt es bestimmte Situationen, in denen deine Beschwerden stärker werden?
  • Gab es Veränderungen beispielsweise während hormoneller Lebensphasen?

Auch deine persönliche Krankengeschichte kann wichtig sein.

Du musst dafür nicht alles perfekt dokumentiert haben.

Wenn du unsicher bist, kannst du dir vor dem Termin einfach ein paar Stichpunkte aufschreiben. Nutze hierfür gerne meinen kostenlosen Guide für deine Diagnose.

Das kann helfen, im Gespräch nichts Wichtiges zu vergessen.


2. Die körperliche Untersuchung

Nach dem Gespräch folgt die körperliche Untersuchung.

Dabei betrachtet und untersucht die Ärztin oder der Arzt unter anderem die betroffenen Körperregionen.

Eine wichtige Rolle spielt die Verteilung des Fettgewebes.

Nach der aktuellen Leitlinie ist ein Lipödem durch eine schmerzhafte, disproportionale und symmetrische Fettgewebsverteilungsstörung der Extremitäten gekennzeichnet. Hände und Füße sind dabei nicht betroffen. (AWMF Leitlinienregister)

Auch die Druckempfindlichkeit wird berücksichtigt.

Die Ärztin oder der Arzt kann die betroffenen Bereiche deshalb gezielt untersuchen und beurteilen, wie das Gewebe reagiert.

Dabei wird immer das gesamte Erscheinungsbild betrachtet – nicht nur ein einzelnes Merkmal.


3. Welche Merkmale sprechen für ein Lipödem?

Ein Lipödem zeigt sich nicht bei jeder Frau exakt gleich.

Dennoch gibt es typische Merkmale, die bei der klinischen Beurteilung eine Rolle spielen.

Dazu gehören unter anderem:

Symmetrische Fettverteilung

Die Veränderungen betreffen typischerweise beide Körperseiten.

Zum Beispiel können beide Oberschenkel oder beide Unterschenkel betroffen sein.

Auch die Arme können beteiligt sein. (AWMF Leitlinienregister)

Disproportion zwischen Extremitäten und Rumpf

Das Fettgewebe kann an den betroffenen Extremitäten deutlich stärker ausgeprägt sein als am Rumpf.

Diese Disproportion gehört zu den Merkmalen, die bei der Differentialdiagnose berücksichtigt werden. (AWMF Leitlinienregister)

Hände und Füße bleiben ausgespart

Typischerweise sind Hände und Füße nicht von der Fettverteilungsstörung betroffen. (AWMF Leitlinienregister)

Schmerzen und Druckempfindlichkeit

Schmerzen sind für die aktuelle Leitliniendefinition des Lipödems ein wesentlicher Bestandteil.

Die Leitlinie beschreibt das Lipödem ausdrücklich als schmerzhafte Fettgewebsverteilungsstörung. Eine nicht schmerzhafte symmetrische Fettverteilungsstörung wird dort als Lipohypertrophie abgegrenzt. (AWMF Leitlinienregister)

Weitere Beschwerden

Auch ein Schwere- oder Spannungsgefühl sowie eine erhöhte Druckempfindlichkeit können Teil des Beschwerdebildes sein.

Welche Beschwerden wie stark auftreten, kann individuell unterschiedlich sein.


Lipödem Diagnose

Warum Schmerzen bei der Diagnose eine wichtige Rolle spielen

Vielleicht hast du schon einmal gehört:

„Das sieht doch gar nicht so schlimm aus.“

Genau solche Aussagen können verunsichern.

Denn beim Lipödem geht es nicht nur um das äußere Erscheinungsbild.

Schmerzen sind ein zentraler Bestandteil des aktuellen Leitlinienverständnisses des Lipödems. (AWMF Leitlinienregister)

Deshalb ist es wichtig, beim Arzttermin nicht nur zu beschreiben, wie deine Beine oder Arme aussehen, sondern auch, wie sie sich anfühlen.

Vielleicht schmerzen sie bei Berührung.

Vielleicht fühlt sich die Kleidung unangenehm an.

Vielleicht werden deine Beine im Laufe des Tages schwer und gespannt.

Oder du hast Beschwerden, die für andere Menschen von außen überhaupt nicht sichtbar sind.

All diese Informationen gehören in das Gespräch.


Gibt es einen Lipödem-Test?

Diese Frage wird sehr häufig gesucht – und die Antwort ist wichtig:

Nein, es gibt derzeit keinen einzelnen Test, der ein Lipödem eindeutig nachweist.

Die aktuelle deutsche S2k-Leitlinie empfiehlt eine klinische Diagnose. Richtungsweisende apparative oder laborchemische Verfahren, mit denen ein Lipödem sicher bewiesen werden kann, stehen derzeit nicht zur Verfügung. (AWMF Leitlinienregister)

Das bedeutet aber nicht, dass zusätzliche Untersuchungen niemals sinnvoll sind.

Im Gegenteil:

Wenn die Ärztin oder der Arzt andere Erkrankungen ausschließen oder genauer beurteilen möchte, können je nach Situation weitere Untersuchungen eingesetzt werden.

Sie haben dann eine andere Funktion.


Kann ein Bluttest ein Lipödem feststellen?

Nein.

Ein Bluttest kann ein Lipödem nicht eindeutig bestätigen.

Laboruntersuchungen können in bestimmten medizinischen Situationen trotzdem sinnvoll sein, wenn andere Erkrankungen oder Ursachen abgeklärt werden sollen.

Sie sind jedoch kein spezifischer Nachweis für ein Lipödem. Die aktuelle S2k-Leitlinie sieht keine laborchemische Methode als Beweis für die Diagnose vor. (AWMF Leitlinienregister)

Wenn dir also jemand erzählt, ein bestimmter Blutwert könne eindeutig zeigen, ob du ein Lipödem hast, solltest du solchen Aussagen kritisch begegnen.


Kann man ein Lipödem im Ultraschall erkennen?

Auch hier ist die Antwort etwas differenzierter.

Ein Ultraschall kann nicht als alleiniger Beweis für ein Lipödem verwendet werden.

Die Leitlinie nennt die Ultraschalldiagnostik insbesondere als Möglichkeit, um beispielsweise ein Ödem anderer Ursache abzuklären oder auszuschließen. (AWMF Leitlinienregister)

Das ist ein wichtiger Unterschied:

Der Ultraschall kann bei der Abklärung helfen – er stellt aber nicht automatisch die Lipödem-Diagnose.

Je nach Fragestellung können auch andere apparative Untersuchungen eingesetzt werden.

Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt deshalb von deiner individuellen Situation ab.


Warum andere Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen

Eine gute Diagnose besteht nicht nur darin, nach Merkmalen zu suchen, die zu einem Lipödem passen.

Es geht auch darum, andere mögliche Ursachen zu berücksichtigen.

Denn manche Beschwerden oder Veränderungen können sich überschneiden.

Die aktuelle Leitlinie nennt unter anderem:

  • Lymphödem,
  • Adipositas,
  • chronisch-venöse Erkrankungen,
  • Lipohypertrophie

als relevante Differentialdiagnosen. (AWMF Leitlinienregister)

Gerade deshalb kann die Diagnostik manchmal etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Das ist nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen.

Im Gegenteil:

Eine sorgfältige Abklärung kann dabei helfen, die richtige Ursache deiner Beschwerden zu erkennen.


Lipödem oder Lymphödem?

Lipödem und Lymphödem werden häufig miteinander verwechselt.

Sie sind jedoch nicht dasselbe.

Bei einem Lipödem stehen unter anderem die symmetrische Fettverteilungsstörung und Schmerzen beziehungsweise Druckschmerz im Vordergrund.

Beim Lymphödem handelt es sich dagegen um eine Erkrankung des Lymphsystems, bei der eine Flüssigkeitsansammlung im Gewebe eine zentrale Rolle spielt.

Auch die Verteilung kann unterschiedlich sein.

Die aktuelle S2k-Leitlinie führt beispielsweise die Unterschiede bei Fettvermehrung, Disproportion, Ödem, Druckschmerz und Symmetrie als Kriterien zur Differentialdiagnose auf. (AWMF Leitlinienregister)

Wenn du mehr über die verschiedenen Erscheinungsformen des Lipödems erfahren möchtest, kannst du außerdem meinen Artikel über die Lipödem-Stadien lesen.


Lipödem oder Adipositas?

Auch diese Unterscheidung ist wichtig.

Ein Lipödem wird nicht einfach durch Adipositas verursacht.

Gleichzeitig können Lipödem und Adipositas bei derselben Person vorkommen. Die Leitlinie weist ausdrücklich darauf hin, dass eine gleichzeitig bestehende Adipositas unabhängig vom Lipödem bestehen kann. (AWMF Leitlinienregister)

Deshalb sollte die Diagnose nicht auf das Körpergewicht reduziert werden.

Wenn du dich mit dieser Frage beschäftigst, findest du in meinem Artikel Lipödem oder Adipositas? Unterschiede einfach erklärt eine ausführlichere Gegenüberstellung.


Welcher Arzt diagnostiziert ein Lipödem?

Vielleicht fragst du dich:

„Zu welchem Arzt muss ich überhaupt gehen?“

Die Diagnostik des Lipödems betrifft verschiedene medizinische Fachbereiche.

Die aktuelle Leitlinie richtet sich unter anderem an Fachärztinnen und Fachärzte aus den Bereichen Phlebologie, Lymphologie, Angiologie, Dermatologie, Gefäßchirurgie und Innere Medizin. (AWMF Leitlinienregister)

Entscheidend ist deshalb nicht nur die Bezeichnung der Fachrichtung.

Erfahrung mit Lipödemen und der Abgrenzung zu anderen Erkrankungen ist besonders wichtig.

Wenn du bereits bei einer Ärztin oder einem Arzt warst und dich mit deinen Beschwerden nicht ernst genommen fühlst, kann eine weitere fachkundige Einschätzung sinnvoll sein.


Was kannst du zum Arzttermin mitnehmen?

Du musst dich auf einen Arzttermin nicht perfekt vorbereiten.

Ein paar Notizen können aber sehr hilfreich sein.

Schreib dir vorher auf:

Welche Beschwerden habe ich?

Zum Beispiel:

  • Schmerzen
  • Druckempfindlichkeit
  • Schweregefühl
  • Spannungsgefühl
  • blaue Flecken
  • Schwellungen

Wann treten die Beschwerden auf?

Zum Beispiel:

  • morgens oder abends
  • nach langem Sitzen
  • nach langem Stehen
  • bei Wärme
  • nach körperlicher Belastung

Seit wann bestehen sie?

Vielleicht kannst du dich sogar daran erinnern, wann du die ersten Veränderungen bemerkt hast.

Was hast du bisher ausprobiert?

Zum Beispiel:

  • Ernährungsumstellungen
  • Bewegung
  • Kompression
  • andere Maßnahmen

Du kannst außerdem aufschreiben, welche Fragen du unbedingt stellen möchtest.

Denn im Arztzimmer ist es ganz normal, dass einem plötzlich die Hälfte wieder einfällt – oder eben nicht.

Wenn du möchtest, nimm gerne eine Begleitperson mit. Der erste Termin kann manchmal sehr überwältigend sein.


Was, wenn du dich nicht ernst genommen fühlst?

Dieser Punkt liegt mir besonders am Herzen.

Vielleicht hast du bereits erlebt, dass deine Beschwerden auf dein Gewicht, mangelnde Bewegung oder vermeintlich fehlende Disziplin reduziert wurden.

Vielleicht hast du sogar angefangen, selbst an deiner Wahrnehmung zu zweifeln.

„Vielleicht bilde ich mir das nur ein.“

„Vielleicht sind meine Schmerzen gar nicht so schlimm.“

„Vielleicht muss ich einfach noch mehr abnehmen.“

Wenn du dich darin wiedererkennst, möchte ich dir sagen:

Du darfst deine Beschwerden ernst nehmen.

Das bedeutet nicht automatisch, dass du ein Lipödem hast.

Aber es bedeutet, dass deine Beschwerden eine medizinische Abklärung verdienen, wenn sie dich belasten.

Und wenn du nach einer Untersuchung weiterhin das Gefühl hast, dass wichtige Fragen offen geblieben sind, darfst du dir eine zweite ärztliche Meinung holen.


Lipödem Diagnose

Kann man ein Lipödem selbst diagnostizieren?

Nein.

Du kannst dich über typische Beschwerden informieren und beobachten, was bei dir passiert.

Ein Selbsttest kann dir vielleicht dabei helfen, deine Fragen für einen Arzttermin zu sammeln.

Er kann aber keine medizinische Diagnose ersetzen.

Gerade weil sich verschiedene Erkrankungen teilweise ähnlich zeigen können, ist die fachkundige Untersuchung wichtig.

Deshalb solltest du Online-Checklisten immer als Orientierung – nicht als Diagnose verstehen.


Du musst deine Beschwerden nicht beweisen

Vielleicht bist du gerade erst an dem Punkt, an dem du über eine mögliche Diagnose nachdenkst.

Vielleicht hast du schon seit Jahren Beschwerden.

Oder vielleicht hast du bereits eine Diagnose und möchtest endlich besser verstehen, was sie eigentlich bedeutet.

Egal, wo du gerade stehst:

Du musst deinen Körper nicht mit dem einer anderen Frau vergleichen, um deine Beschwerden ernst nehmen zu dürfen.

Du musst nicht „schlimm genug“ aussehen.

Du musst auch nicht erst alle möglichen Diäten ausprobiert haben.

Und du musst dich nicht dafür schämen, dass dein Körper Fragen aufwirft.

Eine Diagnose soll dir nicht das Gefühl geben, dass du plötzlich nur noch aus deiner Erkrankung bestehst.

Sie soll dir im besten Fall helfen, deinen Körper besser zu verstehen und passende Unterstützung zu finden.

Genau deshalb möchte ich mit Lipo Life nicht nur medizinische Begriffe erklären.

Ich möchte dir auch das Gefühl geben:

Du bist mit deinen Fragen nicht allein.


Fazit

Eine Lipödem-Diagnose wird nicht durch einen einzelnen Bluttest, Ultraschall oder anderen speziellen Test gestellt.

Nach der aktuellen deutschen S2k-Leitlinie soll die Diagnose klinisch erfolgen. Dabei werden insbesondere deine Krankengeschichte, deine Beschwerden und die körperlichen Merkmale berücksichtigt. (AWMF Leitlinienregister)

Zusätzliche Untersuchungen können sinnvoll sein, wenn andere Erkrankungen ausgeschlossen oder voneinander abgegrenzt werden sollen.

Besonders wichtig ist deshalb die Unterscheidung beispielsweise zwischen:

  • Lipödem,
  • Lymphödem,
  • Adipositas,
  • Lipohypertrophie und
  • anderen möglichen Ursachen von Beschwerden oder Schwellungen. (AWMF Leitlinienregister)

Wenn du den Verdacht hast, dass deine Beschwerden zu einem Lipödem passen könnten, musst du nicht selbst eine Diagnose stellen.

Beobachte deinen Körper, nimm deine Beschwerden ernst und sprich mit einer qualifizierten Ärztin oder einem qualifizierten Arzt.

Und wenn du dich beim ersten Gespräch nicht verstanden fühlst, darfst du dir Unterstützung und gegebenenfalls eine zweite Meinung suchen.


Häufige Fragen zur Lipödem-Diagnose

Wie wird ein Lipödem diagnostiziert?

Ein Lipödem wird nach der aktuellen S2k-Leitlinie klinisch diagnostiziert. Dabei spielen die Krankengeschichte, die Beschwerden und die körperliche Untersuchung eine zentrale Rolle. Einen einzelnen Test, der ein Lipödem eindeutig beweist, gibt es derzeit nicht. (AWMF Leitlinienregister)

Gibt es einen speziellen Lipödem-Test?

Nein. Es gibt derzeit keinen einzelnen Test, mit dem ein Lipödem eindeutig nachgewiesen werden kann. Die Diagnose erfolgt klinisch. (AWMF Leitlinienregister)

Kann ein Bluttest ein Lipödem feststellen?

Nein. Ein spezifischer Bluttest zur eindeutigen Diagnose eines Lipödems steht derzeit nicht zur Verfügung. Laboruntersuchungen können jedoch bei der Abklärung anderer Erkrankungen sinnvoll sein. (AWMF Leitlinienregister)

Kann ein Ultraschall ein Lipödem nachweisen?

Ein Ultraschall kann bei der Abklärung eingesetzt werden, beispielsweise um andere Ursachen eines Ödems zu untersuchen. Er ist jedoch kein alleiniger Beweis für ein Lipödem. (AWMF Leitlinienregister)

Welcher Arzt diagnostiziert ein Lipödem?

Die Abklärung kann durch verschiedene Fachrichtungen erfolgen, darunter beispielsweise Phlebologie, Lymphologie, Angiologie oder Dermatologie. Wichtig ist Erfahrung mit Lipödemen und den möglichen Differentialdiagnosen. (AWMF Leitlinienregister)

Kann man ein Lipödem selbst erkennen?

Bestimmte Beschwerden und körperliche Merkmale können einen Verdacht begründen. Eine Selbstdiagnose ist jedoch nicht zuverlässig. Die Diagnose sollte ärztlich gestellt werden.

Kann ein Lipödem mit Adipositas verwechselt werden?

Ja. Lipödem und Adipositas können ähnliche äußerliche Veränderungen aufweisen und außerdem gleichzeitig vorkommen. Deshalb ist eine sorgfältige Differentialdiagnostik wichtig. (AWMF Leitlinienregister)


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Was ist ein Lipödem? Einfach erklärt für Betroffene

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Lipödem Stadien einfach erklärt – 3 Phasen verstehen

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Medizinischer Hinweis

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung.

Wenn du Beschwerden hast oder den Verdacht auf ein Lipödem hast, wende dich an eine qualifizierte Ärztin oder einen qualifizierten Arzt. Die Diagnose sollte individuell und unter Berücksichtigung möglicher anderer Erkrankungen erfolgen.

Stand der medizinischen Informationen: Grundlage dieses Artikels ist insbesondere die S2k-Leitlinie Lipödem, Version 5.0 vom 22.01.2024, AWMF-Registernummer 037-012. (AWMF Leitlinienregister)

S2k-Leitlinie Lipödem – AWMF

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